T.M. Frazier: All About Rage

Rezension von Catherine Danieli
Dark Romance

Ihr Zielobjekt ausspionieren zu müssen, anstatt es umzubringen, gehört nicht gerade zu den Lieblingsjobs der Auftragskillerin Rage. Und dann fällt der Idiot auch noch vor ihren Augen mitsamt seinem Gipsbein in einen Pool. Höchste Zeit, ihn um die Ecke zu bringen! Oder?

Rezension zum Buch

Inhalt

Das Mädchen Hope war schon immer anders als andere Kinder, und das lag nicht nur an ihren unerklärlichen Wutanfällen. Sie kann keine Gefühle für andere Menschen entwickeln, nur ihre Eltern und der Nachbarsjunge Cody bedeuten ihr überhaupt irgendwas. Kein Wunder also, dass sie ihren Namen in »Rage« ändert und die Laufbahn einer Auftragskillerin einschlägt.

Die Geschäfte gehen gut, auch dank ihres Mentors, dem undurchsichtigen Smoke. Doch als Rage den Auftrag erhält, einen jungen Mann namens Nolan auszuspionieren, läuft plötzlich alles ganz anders als gewohnt. Nicht nur, dass Smoke ihr hartnäckig verbietet, das Zielobjekt endlich umzubringen, nein, nachdem sie Nolan aus einem stinkenden Pool gezogen hat, verlangt Smoke auch noch von ihr, den jungen Mann auszuhorchen! Was soll schon an einem Kerl Interessantes dran sein, der dank einer Verletzung gerade sein Hockey-Stipendium verloren hat und reichlich selbstmitleidig im Strandhaus seiner Großeltern herumhängt? Nichts, da ist Rage überzeugt.

Doch da täuscht sie sich gewaltig …

Zum Buch

Das Buch erzählt eine actionreiche, spannende Geschichte. Wie zu erwarten, kommen Rage und Nolan sich ungewollt näher, und der auf den ersten Blick so harmlose, ehemalige College Student Nolan offenbart nach und nach auch eine dunkle Seite, die es ihm durchaus ermöglicht, mit der Auftragskillerin fertig zu werden, die da plötzlich in sein Leben geplatzt ist.

Dennoch hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch, nicht, weil die Heldin eine Auftragskillerin ist, sondern weil mir einige Figuren nicht so ganz stimmig erschienen. Einerseits wird Rage als junge Frau beschrieben, die keine Gefühle empfinden kann, andererseits wird das Verhältnis zu ihren Eltern als sehr liebevoll dargestellt. Auch die Entwicklung des Nachbarsjungen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, und Nolans Onkel hat akzeptiert, dass Nolan aufs College geht, anstatt bei ihm einzusteigen, weil … ja, keine Ahnung. Dies war mein erstes Buch der Autorin, möglicherweise klären sich diese Fragen, wenn man alle Bände kennt, doch mich hat die Geschichte teilweise etwas ratlos zurückgelassen.

Fazit

Trotz der genannten Kritikpunkte habe ich mich gut unterhalten gefühlt, was nicht zuletzt daran lag, dass Rage und Nolan als Paar, zwischen dem permanent die Funken fliegen, für großen Lesespaß gesorgt haben.