Richard Osman: Der Donnerstagsmordclub

Rezension von Catherine Danieli
Krimi & Thriller, Krimi, Cosy Crime

Alles andere als behäbig und gesittet geht es in der Seniorenwohnanlage Coopers Chase zu, besonders, als direkt vor den Toren des ehemaligen Nonnenklosters ein Mord geschieht.

Rezension zum Buch

Inhalt

Eigentlich ist es ja nur ein netter Zeitvertreib, dem die vier Bewohner der Seniorenresidenz sich da widmen: Immer donnerstags treffen sich Joyce, Elisabeth, Ron und Ibrahim und versuchen, in ungeklärten Kriminalfällen den Täter doch noch zur Strecke zu bringen. Als dann jedoch ein Mord direkt in der unmittelbaren Nachbarschaft geschieht, sind die Cold Cases schnell vergessen, und die bunt zusammengewürfelte Truppe beginnt zu ermitteln.

Doch bevor der Mörder dingfest gemacht werden kann, geschieht direkt vor den Augen der Bewohner ein weiteres Verbrechen. Hängen die beiden Taten zusammen und könnte vielleicht einer der harmlosen Rentner aus Coopers Chase etwas damit zu tun haben?

Zum Buch

Schon der Schauplatz dieses Buches hat mich von Beginn an begeistert: Eine Seniorenresidenz mit gehobenem Ambiente, in der Zumba und Pilateskurse angeboten werden und in der beim Mittagessen gerne dem Alkohol zugesprochen wird. Kein Wunder, dass man hier auf einige skurrile Bewohner trifft: Eine ehemalige Geheimagentin, ein ehemaliger Gewerkschaftsführer und ein Psychiater, zum Beispiel. Die Krankenschwester Joyce scheint da auf den ersten Blick noch die bodenständigste von allen zu sein, doch auch in Joyce steckt mehr, als man auf den ersten Blick annimmt.

Wenn diese vier nun beginnen, in einem aktuellen Mordfall zu ermitteln, kann sich der zuständige Inspektor schon einmal auf einige unliebsame Überraschungen gefasst machen, zumal es die Hobbyermittler schaffen, ihm zunächst die harmlosen Greise vorzuspielen, um so an Informationen zu gelangen. Dabei sorgen die trockenen Kommentare der vier sicher für so manchen Lacher bei den Leser*innen.

Auch der Mordfall entwickelt sich zunächst recht spannend, es gibt mehrere Verdächtige, die alle einen guten Grund gehabt hätten, das Opfer, einen zwielichtigen Bauunternehmer, aus dem Weg zu räumen. Allerdings ließ die Spannung gegen Ende ein wenig nach, da immer mehr Nebenschauplätze meiner Meinung nach zu viel Raum einnahmen, ohne dass wirklich etwas passiert. So war die Auflösung des Falls dann nicht unbedingt der Höhepunkt des Buches.

Trotzdem konnten mich die unkonventionellen Ermittler in ihren Bann ziehen, sodass ich gerne eine weitere Folge des Donnerstagsmordclubs lesen werde.

Fazit

Fans englischer Krimis und des englischen Humors werden an diesem Buch sicher ihre Freude haben.