Nathan Winter: Die Alchemie des kalten Feuers

Rezension von Catherine Danieli
Fantasy & Science-Fiction, Fantasy

Der junge Gelehrte Prinz Oslic ist überzeugt: Magie gibt es nur im Märchen. Doch wie ist es drei selbsternannten Hexern dann gelungen, seine Heimat zu erobern und sie auch noch in einen grausamen Winter zu stürzen?

Rezension zum Buch

Inhalt

Prinz Oslic lebt fern von seiner Heimat als Geisel der Kirche der Fünf Götter in Doranthar. Kein leichtes Schicksal, doch immerhin wird ihm gestattet, an der Akademie zu forschen und in dem alternden Ordensritter Vargin und dem Straßenmädchen Testri hat er gute Freunde gefunden. Zudem genießt er dank seiner Heilkunst hohes Ansehen bei der Bevölkerung, auch wenn vielen die Prothese, die Oslic für sich selbst nach dem Verlust eines Armes entwickelt hat, unheimlich ist.

Als Oslic jedoch erfährt, dass seine Heimat Carchadon angegriffen wurde, beschließt er, sofort zurückzukehren. Doch was er dort vorfindet, übersteigt das Fassungsvermögen des jungen Wissenschaftlers: Nicht nur, dass Barbaren seine Heimatstadt besetzt halten, drei angebliche Hexer herrschen nun im Palast seiner Familie. Sein Onkel und seine Brüder scheinen diesen falschen Zauberern völlig verfallen zu sein, die auch vor der Schändung von Gräbern nicht zurückschrecken, um okkulte Rituale zu vollziehen.

Als Oslic jedoch erfährt, dass seine Heimat Carchadon angegriffen wurde, beschließt er, sofort zurückzukehren. Doch was er dort vorfindet, übersteigt das Fassungsvermögen des jungen Wissenschaftlers: Nicht nur, dass Barbaren seine Heimatstadt besetzt halten, drei angebliche Hexer herrschen nun im Palast seiner Familie. Sein Onkel und seine Brüder scheinen diesen falschen Zauberern völlig verfallen zu sein, die auch vor der Schändung von Gräbern nicht zurückschrecken, um okkulte Rituale zu vollziehen.

Unterstützt von seinen Freunden und der geheimnisvollen Assassinin Alheefa beschließt der Prinz, seine Heimat zurückzuerobern – immer noch fest davon überzeugt, dass es so etwas wie Magie nicht gibt und dass man die Besatzer in einem ehrlichen Kampf besiegen kann. Ein Irrtum, wie Oslic schließlich erkennen muss – zu spät, um sich, seine Freunde und sein Volk zu retten?

Zum Buch

Prinz Oslic ist auf den ersten Blick ein ungewöhnlicher Held, hält er doch nichts von Kampf und Gewalt, außerdem ist er fest davon überzeugt, dass es keine Magie gibt und die Wissenschaft die Antworten auf alle Fragen der Menschheit liefern kann. Doch schon der Beginn der Geschichte zeigt, dass in Oslic mehr steckt als einen Bücherwurm, ist er doch bereit, sogar zum Einbrecher zu werden, um neues Wissen zu erlangen.

Dennoch ist Oslic zunächst mit der Aufgabe, seine Heimat zu retten, völlig überfordert, vor allem deshalb, weil er einfach nicht bereit ist, die Existenz von Magie zu akzeptieren. Obwohl Oslics Entwicklung von einem Gelehrten, der in der Kriegsführung nicht besonders bewandert ist, zu einem würdigen Anführer sehr glaubhaft dargestellt wurde, fand ich, dass es schlussendlich ein wenig zu lange dauerte, bis der Prinz zugeben konnte, dass er sich geirrt hat.

Sehr ans Herz gewachsen sind mir seine Freunde, die stets zu Oslic halten, auch wenn er nicht immer die besten Entscheidungen trifft. Die Welt, in der die Abenteuer von Oslic, Vargin und Testri spielen, wird zudem sehr anschaulich dargestellt und konnte mich ebenfalls durchweg überzeugen.

Ein dickes Plus ist das unerwartete Ende, das einerseits einen würdigen Abschluss dieser Geschichte bildet, andererseits aber durchaus die Möglichkeit offenlässt, dass wir uns über weitere Geschichten aus dieser außergewöhnlichen Welt freuen dürfen.

Fazit

Ein spannender Fantasyroman, der in sich abgeschlossen ist und für all jene unbedingt zu empfehlen ist, die sich mit einem ausgefallenen Helden anfreunden können.