Martha Waters: Wie man einen Lord gewinnt

Rezension von Catherine Danieli
Romane & Erzählungen, Liebesroman, Regency Roman

Als Lady Violet die Nachricht erhält, dass ihr Mann James im Sterben liegt, eilt sie sofort an seine Seite – nur um dann feststellen zu müssen, dass der Schuft überhaupt nicht schwer verletzt wurde. Wütend darüber, sich um einen Mann Sorgen gemacht zu haben, den sie schon lange nicht mehr liebt, sinnt Violet auf Rache.

Rezension zum Buch

Inhalt

Als Lady Violet hört, dass ihr Mann James einen schlimmen Reitunfall hatte, macht sie sich sofort auf den Weg aufs Land. Doch schon unterwegs kommt ihr der vermeintlich Sterbende putzmunter entgegen, wenn man von einem leichten Brummschädel mal absieht. Wütend beschließt Violet, ihm die unberechtigten Sorgen, die sie sich gemacht hat, heimzuzahlen, und tut nun ihrerseits so, als sei sie lebensgefährlich erkrankt.

Aber so leicht lässt James sich nicht an der Nase herumführen, und sinnt nun seinerseits auf Rache. Es beginnt ein munteres Verwirrspiel, das die Eheleute trotz allem einander wieder näherbringt. Doch da steht ja immer noch dieser schreckliche Streit zwischen ihnen. Können die beiden die alten Wunden heilen, oder werden die all die Lügen sie endgültig entzweien?

Zum Buch

Ich fand die Idee eines Regency-Romans, der nicht etwa auf eine mögliche Heirat zusteuert, sondern beginnt, wenn bei den Eheleuten der Himmel nicht mehr voller Geigen hängt, sehr schön. Allerdings führte dieses Setting auch dazu, dass ich zunehmend ein wenig genervt von der Geschichte war. War es zu Beginn noch sehr lustig, wie die beiden versuchen, sich gegenseitig eins auszuwischen, fragte ich mich im Verlauf der Geschichte immer öfter, weshalb nicht einer der beiden immerhin erwachsenen Person bereit ist, einfach mal ein vernünftiges Gespräch zu beginnen. Zumal beiden von ihren Freunden auch immer wieder dazu geraten wird.

Diese Freunde sind es allerdings auch, die das Buch doch noch zu einem Genuss gemacht haben, denn die eigenwilligen Nebencharaktere geben der Geschichte gerade die richtige Würze. Sehr gut fand ich auch, dass die beiden letztendlich doch erkennen, dass ihre Eheprobleme nicht einfach so weggeküsst werden können, sondern dass sie sich ändern müssen, wenn sie eine gemeinsame Zukunft haben wollen. Wäre die Erkenntnis ein wenig früher gekommen, wäre es ein richtig tolles Buch geworden!

Fazit

Eine interessante Idee, die mich in der Umsetzung nicht ganz überzeugen konnte. Fans von Regency-Romanen werden jedoch bestimmt ihre Freude an dem Buch haben.