Kim Rabe: Berlin Monster - Nachts sind alle Mörder grau

Rezension von Catherine Danieli
Krimi & Thriller, Fantasy

Ein neuer Auftrag ist genau das, was der Privatermittlerin Lucy fehlt, um sich von dem Gedanken an den Werwolf abzulenken, der angeblich in Berlin sein Unwesen treibt. Und eine verschwundene Fee wiederzufinden, sollte kein Problem für die erfahrene Detektivin sein, oder?

Rezension zum Buch

Inhalt

Die Privatdetektivin Lucy schlägt sich mehr recht als schlecht durchs Leben. Nur die Tatsache, dass sie sich als einzige Detektivin auch für die Belange der übernatürlichen Wesen einsetzt, die Berlin bevölkern, sorgt dafür, dass ihre Detektei nicht längst pleite ist. Denn seit 30 Jahren gibt es nicht nur Menschen auf der Erde, ein atomarer Anschlag auf eine Forschungseinrichtung sorgte dafür, dass auf der ganzen Welt die unterschiedlichsten Fabelwesen lebendig wurden.

Nun wird eines dieser Fabelwesen vermisst, und Lucy erhält den Auftrag von der besten Freundin der Fee, diese aufzuspüren. Doch schon bald merkt sie, dass die Morde, die angeblich von einem Werwolf überall in Berlin begangen werden, irgendwie mit ihrem Fall zusammenhängen könnten. Außerdem scheint die zurückhaltende, freundliche Fee, die sie wiederfinden soll, bei weitem nicht so harmlos zu sein, wie Lucy zunächst dachte.

Wird sie mit Hilfe ihrer natürlichen und übernatürlichen Freunde den Fall lösen? Oder gerät sie bei ihrer Suche womöglich selbst ins Visier des Werwolf-Mörders?

Zum Buch

Die Autorin hat in ihrem Krimi mit Fantasyelementen eine Parallelwelt geschaffen, in der Dämonen, Feen, Kobolde und andere Fabelwesen zum Alltag gehören. Dennoch befinden sich die Leser:innen im heutigen Berlin, Ortskundige werden sicher den ein- oder anderen Schauplatz wiedererkennen, auch wenn dieser nun von übernatürlichen Gestalten bevölkert wird.

Ich fand diesen Mix aus Realität und Fantasy sehr gelungen, auch wenn ich zu Beginn ein wenig Schwierigkeiten hatte, mich in dieser Welt voller Märchengestalten zurechtzufinden, denn diese leben nicht einfach so vor sich hin, sondern haben sich ebenfalls in verschiedenen Organisationen zusammengeschlossen, deren Sinn und Zweck mir nicht gleich einleuchtete.

Gut gefallen haben mir die offensichtlichen Gemeinsamkeiten zu unserer heutigen Welt: Ausgrenzungen, Vorurteile, Gettos und Rassismus werden auf eine völlig andere Art thematisiert.

Nicht so recht anfreunden konnte ich mich dagegen mit dem eigentlichen Kriminalfall, den Lucy lösen muss, dessen Auflösung nicht unbedingt überraschend war. Allerdings wird dieses kleine Manko mehr als wettgemacht durch die sympathischen Nebenfiguren, allen voran Aki und Lore, die mir richtig ans Herz gewachsen sind.

Fazit

Ein Krimi mit einem sehr ungewöhnlichen Setting, der vor allem durch die Einführung von Fantasyelementen in unsere heutige Zeit punkten kann.