Titel

Rezension von Catherine Danieli
Romane & Erzählungen, New Adult

Dass Finn ein reicher, arroganter Schnösel ist, erkennt Robyn auf den ersten Blick, da hilft es auch nicht, dass der Kerl unverschämt gut aussieht – sie kann ihn einfach nicht leiden. Auf so einen würde sie sich nie im Leben einlassen. Oder?

Rezension zum Buch

Inhalt

Robyn hat es nicht leicht: Chronisch pleite und wild entschlossen, nach ihrem Maschinenbaustudium Karriere zu machen, will es auch in der Liebe nicht so recht klappen. Nach einem missglückten Date – das eigentlich vor allem den Cafébesuch finanzieren sollte – trifft sie das erste Mal auf Finn, einen typischen Bad-Boy. Ausgerechnet der bewahrt Robyn davor, die Zeche prellen zu müssen.

Doch schon bald ist Finn auf Robyn angewiesen, studiert er doch ebenfalls Maschinenbau und braucht dringend Nachhilfe. Obwohl Robyn Finns protziges Getue inklusive Selbstdarstellung auf Instagram gehörig auf die Nerven geht, willigt sie aus finanziellen Gründen ein, ihn beim Lernen zu unterstützen. Was sie bald bereut, denn anstatt sich auf den Lernstoff zu konzentrieren, versucht Finn ständig, mit ihr zu flirten.

Dennoch schafft Robyn es irgendwie, Finn auf die Prüfung vorzubereiten. Nun könnte sie eigentlich erleichtert von dannen ziehen … doch der gutaussehende, vermögende Student will ihr irgendwie nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und auch er scheint mehr für sie zu empfinden – oder?

Zum Buch

Das Buch scheint zunächst die typische New-Adult-Liebesgeschichte zu erzählen: Zwei Personen, die unterschiedlicher nicht sein können, fühlen sich zueinander hingezogen und nach einigen Irrungen und Wirrungen finden sie dennoch zueinander. Dennoch schon bald zeigt sich, dass Finn und Robyn nicht wirklich zusammenpassen.

Die Autorin spricht mit ihrem Buch das wichtige Thema »toxische Beziehungen« an, und hier liegt es leider in der Natur der Sache, dass man eben nicht von Beginn an merkt, was eigentlich abgeht. Dennoch zog sich die Entwicklung der Geschichte für meinen Geschmack ein wenig zu lange hin, über lange Strecken passierte recht wenig und die Hauptfiguren blieben auch ein wenig blass. Das fand ich sehr schade, zumal ich stattdessen gerne mehr über Robyns beste Freundin Mia erfahren hätte.

Das Ende hat mich dann allerdings wieder überzeugt, es passt perfekt zu der Geschichte und untermauert die wichtige Aussage der Autorin.

Fazit

Eine sehr gute Geschichte, auch wenn mich die Umsetzung nicht völlig überzeugen konnte.