Friedrich Hechelmann: Manolito

Rezension von Catherine Danieli
Kinder & Jugend, ab 10 Jahren

Wenn ein bekannter Künstler und Buchillustrator ein eigenes Buch veröffentlicht, erwartet man natürlich großartige Bilder. Doch in "Manolito" steckt noch viel mehr ...

Rezension zum Buch

Inhalt

Die Menschheit kommt ja mitunter auf die abscheulichsten Ideen, und genau mit so einem Szenario beginnt das Buch: In einem Versuchslabor werden winzige Menschen gefangen gehalten, jeder nicht größer als eine Kichererbse. Doch die Nummer 226 kann fliehen und landet in der Wohnung von Knuth Rabenhorst, einem Forschungsassistenten, dem gerade gekündigt wurde. Auch deshalb bringt Knuth den Winzling nicht zurück, sondern gibt ihm den Namen Manolito, und die beiden ungleichen Menschen werden Freunde.

Bald merkt Manolito, dass er über eine besondere Gabe verfügt: Er kann die Sprache der Tiere verstehen. Als er Knuth überstürzt verlassen muss, macht er sich auf den Weg nach Aronia, einem geheimen Kontinent, auf den die Tiere geflohen sind, weil in der Welt der Menschen kein Platz mehr für sie ist. Doch auch Aronia ist durch die Gier der Menschheit bedroht! Gemeinsam mit der Hummelkönigin Klara versucht Manolito, den Tieren zu helfen. Werden sie es schaffen, Aronia zu beschützen?

Zum Buch

Das Buch bezeichnet sich selbst als ein modernes Märchen, und so ist das zentrale Thema auch die Zerstörung des Planeten durch die Profitgier der Menschen. Doch es geht auch um die Macht der Freundschaft und darum, dass auch die winzigsten Lebewesen etwas erreichen können, wenn sie nur zusammenhalten - etwas, das man sich ja selbst gerne immer mal wieder vor Augen führen kann.

Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren, und das scheint mir auch insofern sinnvoll, da für jüngere Kinder einige Szenen, wie etwa zu Beginn die Erzählungen aus dem Versuchslabor, ein wenig zu heftig sein könnten.

Unbedingt erwähnenswert sind natürlich die wunderschönen, größtenteils farbigen Illustrationen von Friedrich Hechelmann, die Manolito und seine Freunde beim Lesen direkt zum Leben erwecken.

Den Schreibstil fand ich zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig, da hätte ich bei einem Märchenbuch doch etwas blumigere Ausführungen erwartet, das verliert sich jedoch im Laufe der Geschichte, zumal die Spannung immer mehr steigt.

Fazit

Ein sehr empfehlenswertes Buch für Jung und Alt, mit einem Thema, das so aktuell ist eh und je.