Ellen Dunne: Boom Town Blues

Rezension von Catherine Danieli
Krimi & Thriller, Krimi

Als eine deutsche Praktikantin in der österreichischen Botschaft in Dublin ermordet wird, steht die Polizei vor einem Rätsel: Wer sollte etwas gegen die unbescholtene junge Frau haben? Das letzte, was der Ermittlungsleiter jetzt brauchen kann, ist eine deutsche Kriminalhauptkommissarin, die unbedingt mitermitteln will. Oder?

Rezension zum Buch

Inhalt

Patsy Logan besucht ihre Cousine in Irland. Offiziell, um Abstand von ihrer Ehe zu bekommen, doch insgeheim hofft sie auch, endlich das Rätsel um ihren verstorbenen Vater lösen zu können. Doch beide Vorhaben geraten in den Hintergrund, als in der österreichischen Botschaft eine Praktikantin ermordet wird. Offiziell soll Patsy nur als Verbindungsbeamtin zwischen der deutschen Botschaft und den irischen Ermittlern fungieren – gemeinsam mit ihrem österreichischen Kollegen Sam Feurstein.

Doch Patsy Logan ist einfach nicht dafür gemacht, nur nett zu lächeln und die Ermittlungen zu beobachten. Als sie und Sam herausfinden, dass es möglicherweise eine Verbindung zwischen dem Anschlag in der Botschaft und einem weiteren Mordopfer gibt, dürfen die beiden endlich auch aktiv an der Aufklärung des Falls mitwirken – und tauchen mitten hinein in eine Welt, in der die Auswirkungen der Finanzkrise für viele Menschen immer noch deutlich spürbar sind, während skrupellose Investoren wie so oft längst ihren Reibach gemacht haben.

Zum Buch

Dies war mein erstes Buch rund um die Ermittlerin Patsy Logan, was jedoch nicht weiter dramatisch war, da Ereignisse aus den vorangegangenen Büchern unauffällig erklärt wurden, ohne die Neugier auf die älteren Fälle getrübt wird. Ebenso schön fand ich, dass die Hintergründe des Platzens der Immobilienblase und warum dies ausgerechnet Irland so hart getroffen hat im Rahmen der Ermittlungen leicht verständlich zur Sprache kommen, ohne dass man den Eindruck hat, plötzlich versehentlich in einem Sachbuch gelandet zu sein.

Dazu trägt natürlich auch der trockene Humor der Kommissarin Patsy Logan bei, der so manches Mal für ein Schmunzeln gesorgt hat. Man erfährt auch einiges über das aus den Fugen geratene Privatleben von Patsy, mir war das mitunter ein wenig zu viel des Guten, aber so viel zu viel auch wieder nicht, dass ich einen Stern abziehen würde.

Die Auflösung des Kriminalfalls hielt dann auch noch eine Überraschung bereit, wodurch das spannende Leseerlebnis perfekt abgerundet wurde.

Fazit

Fesselnder Krimi mit einer vielschichtigen Ermittlerin, der mich durchweg gut unterhalten konnte.