Christiane Wittenburg: Elsa büxt aus

Rezension von Catherine Danieli
Kinder & Jugend, Kinderbuch, ab 4 Jahre

Ohne zu ahnen, was ihr eigentlich bevorsteht, flieht die Kuh Elsa vor dem Schlachthof und versucht, sich alleine im Wald durchzuschlagen.

Rezension zum Buch

Inhalt

Eigentlich ist so eine LKW-Fahrt ja eine schöne Abwechslung zu dem monotonen Alltag auf dem Bauernhof. Dennoch ist die Sache der Kuh Elsa nicht ganz geheuer. Wo soll sie hingebracht werden und warum? Kurz entschlossen rennt sie beim Ausladen davon, stürmt in einen nahegelegenen Wald und beschließt, fortan eine Waldkuh zu werden.

Zwar lernt sie allerlei Tiere kennen, die auch durchaus geneigt sind, der Kuh zu helfen – doch so richtig kann sich niemand vorstellen, wie eine Waldkuh alleine überleben soll. Zudem vermisst Elsa ihrer Freundinnen, und so freundlich die Tiere im Wald auch sind, eine andere Kuh, das wäre schon schöner.

Endlich kann ihr der Hase Helmut einen Tipp geben: Auf einem Bauernhof in der Nähe sollen es die Tiere guthaben. Aber wird Elsa es wirklich wagen, den Wald zu verlassen und sich der neuen Herde anzuschließen?

Zum Buch

Dieses schöne Kinderbuch eignet sich sowohl zum Vorlesen, ist aber sicher auch für Leseanfänger geeignet. Gemeinsam mit der Kuh Elsa lernt man allerlei Waldbewohner und deren Eigenheiten kennen. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Themen Massentierhaltung, Schlachtung und Gnadenhöfe ohne reißerische Argumente behutsam angesprochen werden. Abgerundet wird das Buch durch die tollen Illustrationen von Linda Mieleck.

Übrigens: Die Geschichte um Elsa ist nicht frei erfunden. Patin war eine Kuh, die tatsächlich 2016 davonlief und sich nicht mehr einfangen ließ. Heute lebt die echte Elsa auf einem Gnadenhof der Sentana-Stiftung.

Fazit

Ein sehr schönes Kinderbuch, in dem neben der Tierhaltung vor allem das Thema Freundschaft im Vordergrund steht.