C.A. Fletcher: Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt

Rezension von Catherine Danieli
Kinder & Jugend, Dystopie

In einer Welt, in der es kaum noch Menschen gibt, ist Freundschaft ein ganz besonders hohes Gut. Das betrifft nicht nur die eigene Familie, sondern auch den eigenen Hund. Als ein gemeiner Dieb den Hund des Jungen Griz stiehlt, steht es für diesen außer Frage, dass er ihn sich zurückholen wird.

Rezension zum Buch

Inhalt

Der junge Griz lebt mit seiner Familie und seinen beiden Hunden Jess und Jip auf einer Insel im Atlantik. In einer fast menschenleeren Welt sind Besucher recht selten, die Familie versorgt sich weitgehend selbst. Als eines Tages ein Händler auf die Insel kommt, sind die Bewohner zunächst misstrauisch, dennoch gelingt es dem Fremden, die Hündin Jess zu stehlen. Hals über Kopf folgt Griz dem Dieb mit seinem Boot, nur begleitet von seinem Terrier Jip.

Doch der gewiefte Brand macht es Griz nicht leicht, und nach dem Verlust seines Bootes bleibt Griz nichts anderes übrig, als sich mit Jip quer durch ein verlassenes England zu Fuß auf den Weg zu machen, mit einer alten Karte als einzigen Hinweis auf Brands Aufenthaltsort.

Natürlich lauern allerlei Gefahren auf die beiden, aber sie finden auch unerwartete Hilfe. Doch die spannende Frage lautet natürlich: Wird Griz seinen Hund zurückbekommen? Oder werden er und Jip, statt Jess zu retten, selbst ein schlimmes Schicksal erleiden?

Zum Buch

Die Geschichte wird aus der Sicht des Jungen Griz erzählt, so dass man sich schnell in die unbekannte Welt des Jungen hineindenken kann. Besonders spannend fand ich hierbei die Vorstellung, was von unserer heutigen Welt übrigbleiben würde, wenn es keinen Menschen mehr gibt, die die Dinge instand halten.

Während der Junge Griz seine Geschichte erzählt, deutet er immer wieder an, dass sie kein gutes Ende nehmen wird, was die Düsternis einer verlassenen Erde noch verstärkt.

Gibt es wirklich keine Hoffnung für Griz, Jip und Jess? Wer das herausfinden möchte, sollte sich diesen spannenden Abenteuerroman nicht entgehen lassen.

Fazit

Eine tolle Geschichte, bei der nicht nur all jene auf ihre Kosten kommen dürften, die es sich nicht vorstellen können, ihren Hund jemals im Stich zu lassen.