Anne Oldach: New Worlds – Lüge und Verrat

Rezension von Catherine Danieli
Science Fiction & Fantasy, Dystopie

In Eden, einer Welt, die nach der fast vollständigen Zerstörung der Erde erschaffen wurde, leben die Menschen glücklich und zufrieden zusammen, weder Krankheiten noch Gefühlsausbrüche stören das harmonische Zusammensein. Oder trügt der Schein vielleicht?

Rezension zum Buch

Inhalt

Die alterslose Lika lebt mit ihren Freunden in Eden, einer Welt, die vor zweihundertfünfzig Jahren nach der kompletten Zerstörung der Erde erschaffen wurde. Hier arbeitet sie wie viele ihrer Mitmenschen daran, ein Leben auch außerhalb der Kuppel, die Eden vor gefährlichen Umwelteinflüssen schützt, möglich zu machen. Likas Aufgabe dabei ist es, Medikamente gegen gefährliche Viren zu entwickeln, welche die Menschheit immer noch bedrohen.

Doch Likas geregeltes Leben erfährt eine Wendung, als sie erfahren muss, dass auch außerhalb Edens noch Menschen überlebt haben. Gemeinsam mit ihrem Mentor, dem Professor, soll sie helfen, auch diese Menschen in den Genuss der wertvollen Impfungen zu bringen. Obwohl die Mission entbehrungsreich und voller Gefahren sein wird, stimmt Lika zu. Aber schon vor ihrer Abreise häufen sich seltsame Vorkommnisse. Was geht in Eden wirklich vor?

Zum Buch

Die Autorin entwirft in ihrem Debütroman eine spannende, erschreckende und gleichzeitig brandaktuelle Zukunftsvision: Klimakatastrophen und Viren haben die Menschheit komplett ausgelöscht, nur einer Handvoll gelang überhaupt das Überleben. Doch einige Wissenschaftler sahen die Katastrophe voraus und erschufen Eden, einen Ort, an dem die Menschheit friedlich zusammenleben sollte.

Ich habe mich schnell in dieser neuen Welt zurechtgefunden, die natürlich mit sehr vielen neuen Technologien aufwarten kann. Einzig Likas Freunde erschienen mir ein wenig blass, doch das liegt natürlich daran, dass in Eden jeder Mensch vor allem seine Aufgabe zu erfüllen hat.

Schon bevor Lika in eine ihr völlig fremde Welt aufbricht, ahnt man schon, dass auch im scheinbar perfekten Eden nicht alles so toll ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Richtig Fahrt nimmt die Geschichte auf, als Lika Eden verlässt und einen Clan kennenlernt, der außerhalb der schützenden Kuppel ein einfaches Leben führt. Hier prallen natürlich zwei Welten aufeinander, und bis zum Schluss habe ich mit Lika mitgefiebert, die so einige brenzlige Situationen überstehen muss. Auch wenn ich sie manchmal am liebsten geschüttelte hätte, ahnte ich doch schon, was hinter all den unerklärlichen Vorkommnissen steckt.

Da es sich um den ersten Teil eine Dilogie handelt, werden am Schluss natürlich nicht alle Fragen geklärt, es bleibt spannend!

Fazit

Ein mitreißendes und auch erschreckendes Buch, das dennoch mit einigen sehr schönen Momenten besticht – wir freuen uns schon sehr auf den zweiten Teil.