Anne Jacobs: Die Weihnachtsvilla

Rezension von Catherine Danieli
Romane & Erzählungen, Weihnachten, Kurzgeschichten

Vier Frauen, vier Geschichten und jedes Mal steht auch ein herrschaftliches Haus im Mittelpunkt der Geschehnisse, die das Leben der vier Protagonistinnen just in der Weihnachtszeit verändern werden.

Rezension zum Buch

Inhalt

Das Buch enthält vier Erzählungen von vier Autorinnen, die sich jeweils wunderbar an einem gemütlichen Abend auf dem Sofa lesen lassen.

Die erste Geschichte spielt 1913 in einer herrschaftlichen Villa an der Ostsee. Dort wünscht sich Clarissa nichts mehr, als die Verlobung mit dem ungeliebten Grafen Eckhardt zu lösen und ihre große Liebe zu heiraten, während das gerade arbeitslos gewordene Dienstmädchen Frederike um ihre Zukunft bangt. Können sich die beiden vielleicht gegenseitig helfen?

1922 lernt die Gärtnerin Harriet den Sohn ihrer Arbeitgeber kennen und bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Dennoch kann Thomas nicht zu ihr stehen – auch nicht, als Harriet schwanger wird …

Weihnachten in Island: Sóla, die Nichte der Haushälterin kehrt in die Villa zurück, in der sie einst aufgewachsen ist. Denn nach sieben Jahren wird ihre unerwiderte Liebe zu dem Sohn der Hausherren doch längst abgekühlt sein. Oder?

Eine Heimkehr steht auch bei der vierten Geschichte im Mittelpunkt. Der "verlorene" Sohn Friedel will seine Verlobten seiner Familie vorstellen. Doch in dem Alpendorf ist alles ganz anders als früher. Und warum machen alle so ein Geheimnis aus dem Aufenthaltsort von Friedels Großmutter?

Zum Buch

Dieses Buch enthält vier ganz unterschiedliche Geschichten, so dass natürlich nicht jede den Geschmack aller Leser*innen trifft. Mein persönlicher Favorit ist die dritte Geschichte »Das Weihnachtsversprechen« von Karin Baldvinsson, hier haben mich die beiden handelnden Personen sofort in Bann gezogen, und obwohl die Geschichte fast ausschließlich in einer Villa in Reykjavík spielt, konnte ich die isländischen Bräuche und Gegebenheiten doch sehr schön nachvollziehen.

Nicht so recht warm werden konnte ich mit »Weihnachten in Summerlight House«, zwar hat die Geschichte einen wunderschönen Beginn, doch da sie sich über mehrere Jahre hinweg entwickelt, wurde wegen der Kürze der Geschichte die einzelnen Stationen in Harriets Leben für mich zu kurz abgehandelt, so dass ich kaum mitfiebern konnte.

Die anderen beiden Geschichten bestechen jeweils durch ein ganz besonders Setting und konnten mich durchweg sehr gut unterhalten.

Fazit

Für alle Fans von Liebesgeschichten, die auch auf der Suche nach der richtigen Einstimmung auf Weihnachten sind, zu empfehlen.