Autorin des Monats Dezember 2021

Eva VöllerCopyright © Olivier Favre

Eva Völler

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht."

Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

Eva Völler über ihren Roman "Auf ewig dein"

Lieblingssatz aus dem Buch:
„Es gab nur einen Grund, warum er aus der Zukunft zu mir gekommen war: Ich war gestorben.“
 
Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:
Das Dinner mit Heinrich dem Achten vor dem großen Finale – da musste alles minutiös getaktet und für die finale Auflösung vorbereitet werden, das war eine ziemlich knifflige Arbeit.
 
Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen:
Überall da, wo man Ruhe hat, sodass Raum und Zeit um einen herum versinken können.
 
Welchem Prominenten würden Sie Ihr Buch gern überreichen und welche Widmung stünde drin?
Dem berühmten Autor Mark Twain, wenn er noch leben würde (Schöpfer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn). Als Widmung stünde einfach nur drin: DANKE! Mark Twains Zeitreise-Roman „Ein Yankee am Hofe des König Artus“ hat mich als Kind so tief beeindruckt, dass mir das Thema nie mehr aus dem Sinn gegangen ist.
 
Was darf beim Schreiben auf keinen Fall fehlen – abgesehen von Rechner, Schreibmaschine oder Stift?
Kaffee.
 
Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in Händen zu halten?
Das ist beides großartig, jedes auf seine Art.
 
Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?
Kaffee!!!
 
Was war zuerst da: die Story oder eine Figur aus dem Buch?
Meist sind die wichtigen Figuren schon vorher da und die Geschichte folgt danach.
 
Wie wichtig sind Freunde, Familie, Berater beim Schreiben?
Unverzichtbar.
 
Lieber akkurat durchplanen oder erstmal drauflosschreiben?
Akkurat durchplanen. Das spart hinterher viel Arbeit und Nachdenken.
 
Welche Farbe hätte das Cover auf keinen Fall haben dürfen und warum?
Es gibt eigentlich keine Farbe, gegen die ich eine totale Abneigung habe. Bei entsprechender Covergestaltung kann eigentlich jede Farbe toll aussehen (auch wenn ich selbst vielleicht keine Kleidung z.B. in Schweinchen-Rosa anziehen würde)
 
Wer das Buch liest, fühlt sich nach der letzten Seite…?

Hoffentlich erfüllt von Vorfreude auf den nächsten Band! 


Die Dorfschullehrerin

Eva Völler

Eine junge Frau und die Herausforderung ihres Lebens 1961: Als die Berliner Lehrerin Helene ihre neue Stelle in Hessen an der deutsch-deutschen Grenze antritt, begegnet man ihr im ländlichen, erzkatholischen Ort zunächst mit Ablehnung. Der althergebrachte drakonische Erziehungsstil, die Gleichgültigkeit der Kollegen - für die engagierte Helene ist es ein Kampf gegen Windmühlen. In Tobias, dem Landarzt, findet sie schließlich einen Verbündeten. Schon bald bedeutet er ihr mehr, als ihr lieb ist. Denn Helene hat ein Geheimnis - sie ließ sich nicht ohne Grund genau an diesen Ort versetzen ...